48 Stunden in Davos
27 Okt, 2020

Seit einigen Wochen ist die von vielen lang herbeigesehnte Hockeysaison wieder in vollem Gange. Auch wenn der Spielbetrieb in diesem Jahr etwas anders ausfällt, als wir es uns gewohnt sind: Ein Wochenendtrip ins Herzen der Schweizer Eishockey-Welt ist die perfekte Gelegenheit für einen kleinen Tapetenwechsel. Und auch der Winter gerät langsam, aber sicher in greifbare Nähe. Ein Grund mehr, dem Winterparadies im Landwassertal einen Besuch abzustatten.

Nicht nur HCD-Trainerlegende Arno del Curto, auch schon Sir Arthur Conan Doyle, Maler Ernst Ludwig Kirchner und Thomas Mann mit seinem Roman “Der Zauberberg” wurden vom berühmten Dorf im Landwassertal inspiriert. Höchste Zeit, sich auf ihre Spuren zu begeben.

Auch wenn Davos im kommenden Januar für einmal keine wirtschaftspolitische Weltprominenz beheimaten wird (das WEF findet 2021 auf dem Bürgenstock statt), für ein Wochenende fernab vom Alltag eignet sich der Ort auch für alle Normalsterblichen bestens. Einerseits liegt Davos idyllisch eingebettet zwischen Jakobshorn, Rinerhorn und Weissfluhjoch und gilt mit 1560 Meter über Meer als höchstgelegene Stadt Europas.

Andererseits bietet der Ort eine Vielzahl an sportlichen, kulinarischen und kulturellen Aktivitäten, die einen Aufenthalt zum Erlebnis machen. Zu Weltruhm gebracht hat es Davos dank seinem Heilklima, das Gäste aus der ganzen Welt bereits Ende des 19. Jahrhunderts zur Kur anlockte.

 Die besten Tipps für ein Wochenende:

Eistraum Davos: Kufenspass für alle

 Eislaufen, dieser uralte Wintersport, hat in Davos eine lange Tradition, nicht nur auf dem Hockeyfeld. Das Eisfeld auf dem Sportplatz verzaubert mit seinem Flair als „Eistraum Davos“ viele Besucher und bietet eine spannende Abwechslung zu Ski und Snowboard. Egal ob Eisstockschiessen, gemütliches Eislaufen, packende Hockeypartie oder schwindelerregende Kufenakrobatik: Hier ist für jeden etwas dabei. Etwas gemächlicher geht es bei kalter Witterung auf der Natureisbahn Seehofseeli zu und her.

Eisstockschiessen, Kufenakrobatik oder einfach gemütliches Gleiten in malerischer Umgebung: Der Eistraum bietet etwas für jeden Geschmack. Foto: Destination Davos Klosters/Marcel Giger

Berghaus Stafelalp: Zu Fuss hinauf, mit dem Schlitten runter

Das Berghaus Stafelalp kann auf eine lange Geschichte zurückblicken; das Gebäude gibt es seit mehr als 250 Jahren. Gäste können die Stafelalp auf einem wunderbar ruhigen Winterwanderweg zu Fuss erreichen und sich in gemütlicher Atmosphäre bei einem währschaften Gericht stärken. Gekocht werden die typischen Gerichte wie Rösti oder Fondue immer noch auf dem Holzherd. Wer nach dem üppigen Mahl keine Energie mehr für einen Fussmarsch hat, gelangt auf dem Holzschlitten zurück ins Dorf.

Der Schwarzsee:Der Legende nach soll ein Riese seine Füsse darin gebadet haben. Bild: Fribourg Region

Zu Fuss oder mit dem Schlitten: Ein Aufenthalt in den verschneiten Hügeln rund um Davos ist Balsam für die Seele. Bild: Michael Straub, Davos Wiesen

Schatzalp: Entspannter Skiplausch auf dem Zauberberg

Man kommt nicht umhin, die Schatzalp und Thomas Mann im selben Atemzug zu erwähnen. Denn hier soll sein Bestsellers Den Zauberberg angesiedelt sein. Lebensgefühl und Ambiente inmitten purer Jugendstil-Architektur muten an wie vor 100 Jahren. 

Die Schatzalp gilt zu Recht als legendärer Ort: Auf einer Sonnenterrasse direkt oberhalb Davos, auf 1’861 Meter über Meer bietet die Schatzalp einen wunderbaren Blick auf Davos und natürlich auch eine geschichtsträchtige Übernachtungsmöglichkeit im gleichnamigen Hotel. Auf dem Zauberberg ob Davos finden Freunde der Langsamkeit traditionellen Wintersport mit Stil. Skifahrer erhalten hier zu urchiger Volksmusik den Schleppbügel noch von Hand gereicht. Gemütlich geht’s bergan, die Hänge fallen sanft ab. Skifahren wie früher: Das Skigebiet Schatzalp/Strela gilt als erstes entschleunigtes Skigebiet Europas. Zudem ist sie Ausgangspunkt der klassischen Schlittelbahn nach Davos Platz, von der schon Thomas Mann geschwärmt hat.

Der Schwarzsee:Der Legende nach soll ein Riese seine Füsse darin gebadet haben. Bild: Fribourg Region

Entspannter Skiplausch in geshcichtsträchtiger Umgebung gibt’s auf der Schatzalp. Foto: Destination Davos Klosters

Fatbike: Auf zwei Rädern durch den Tiefschnee

Wer lieber be-statt entschleunigt kommt bei einer aufregenden Fatbike-Fahrt voll auf seine Kosten. Die modifizierten Mountainbikes mit den bis zu zwölf Zentimeter breiten Reifen bringt so schnell nichts ins Wanken: Ob Schnee, Schlamm oder Geröll – mit einem Fatbike kommt man wahrlich überall durch. Sobald die meisten ihr Fahrrad in den Winterschlaf geschickt haben, fängt die Fatbike-Saison erst an. Von einfach bis schwierig: Auf Pischa erwarten Sie gleich vier spektakuläre Fatbike-Abfahrten mit einer wunderbaren Aussicht auf das Flüelatal. Wem das alles doch ein wenig zu waghalsig ist, kann sich auf einer geführten Fatbike-Tour langsam an das Abenteuer herantasten.

Der Schwarzsee:Der Legende nach soll ein Riese seine Füsse darin gebadet haben. Bild: Fribourg Region

Wenn die meisten Bikes in die Winterpause gehen, kommt ihre Saison: Mit Fatbikes lässt es sich wunderbar durch den Tiefschnee kurven. Foto: Destination Davos Klosters / Seya Eggler

Kirchner Museum Davos: Nicht nur für Kunstliebhaber

Auch im Winterwunderland scheint nicht immer die Sonne. Doch Davos hat auch eine gute Auswahl an Attraktionen, die sich für trübe Tage eignen – aber nicht nur: Das Kirchner Museum ist bei jedem Wetter einen Beuch wert. Ernst Ludwig Kirchner suchte 1917 im berühmten Kurort – wie so viele andere auch – Heilung. Der wohl bekannteste Vertreter des Expressionismus setzte sein umfangreiches Werk direkt an Ort und Stelle fort und blieb Davos bis zu deinem Tod im Jahr 1938 treu. Das Kirchner Museum Davos beherbergt die weltweit grösste Sammlung seiner Werke und gilt dank dem Museumsgebäude von den Zürcher Architekten Annette Gigon und Mike Guyer auch unter Architekturfans als sehenswert.

Doch es wird noch besser: Mit Mobiltelefon, Kopfhörer und Kirchner-App ausgerüstet, kann man auf eigene Faust die Landschaft rund um Davos erwandern und erhält vielfältige Informationen über das Leben und Werk des Künstlers, die Häuser, die er bewohnte, und die Menschen, mit denen er in Kontakt stand.

Der Schwarzsee:Der Legende nach soll ein Riese seine Füsse darin gebadet haben. Bild: Fribourg Region

Eine wunderbare Abwechslung bieten die Werke von Ernst Ludwig Kiurchner im gleichnamigen Museum. Foto: Destination Davos Klosters / Frank Kleinbach

Winter und Baden: Kann es eine schönere Kombination geben?

Nach einem langen Tag an der Kälte ist ein wärmendes Bad genau das Richtige. Im Wellness- und Erlebnisbad Eau-là-là warten ein Dampfbad unter dem bezaubernden Sternenhimmel, eine Blockhaussauna und dein Whirlpool unter freiem Himmel auf Entspannungs- und Wärmefans. Für alle, die es lieber etwa aktiver mögen, gibt es im Eau-là-là ein beheiztes Aussenbecken, um mehr oder weniger sportlich zu planschen, ein Schwimmbecken oder eine Wasserrutsche mit dem vielversprechenden Namen «Black hole».

Der Schwarzsee:Der Legende nach soll ein Riese seine Füsse darin gebadet haben. Bild: Fribourg Region

Im warmen Wasser zu liegen macht mehr Spass, wenn es draussen so richtig kalt ist. Foto: Destination Davos Klosters

Reisen und essen: Ein unschlagbares Duo

Ob gemütliche Kaffeepause oder ausgiebiger Brunch: Für viele gehören kulinarische Highlights kombiniert mit etwas Müssiggang zu einem gemütlichen Wochenende einfach dazu. Gibt es eine bessere Gelegenheit, seine Zeit herrlich entspannt zu verbringen als in einem gemütlichen Café mit einer Tasse des Lieblingsgetränks in den Händen und der Aussicht auf eine lokale Kuchenspezialität, während man dem Treiben um einen herum zuschaut?

Eine der besten Adressen in Davos dafür ist das KaffeeKlatsch: Viel Hausgemachtes, vor allem aus regionalen Produkten, wird täglich mit viel Leidenschaft hergestellt: Ein reichhaltiges Frühstück mit Birchermüesli, Rösti oder Açai Bowl, währschafte Suppen, knackige Salate, vegetarische Gerichte sowie feine Wähen und ein grosses Angebot an Kaffeespezialitäten stehen Schleckmäulern zur Auswahl.

Auch das Café Schneider ist eine erstklassige Adresse für alle, die Kaffee und Kuchen zur Kultur erhoben haben: Vieles hat sich in den letzten fünfzig Jahren in Davos verändert. Das Schneider’s ist geblieben, was es schon seit 1915 ist: Die Grande Dame der Davoser Kaffeehäuser. Ein echter Klassiker eben, dem man beim Eintreten augenblicklich seine Historie anmerkt. Ob Nusstorte, Birnenbrot, Röteli Konfi oder hausgemachte Pralinen – Schleckmäuler fühlen sich hier auf jeden Fall wohl.

Der Schwarzsee:Der Legende nach soll ein Riese seine Füsse darin gebadet haben. Bild: Fribourg Region

Ein guter Kaffee, selbstgebackener Kuchen: Manchmal braucht es nicht mehr zum Glück. Bild: KaffeeKlatsch

Kutschenfahrt: Ruhe kann herrlich romantisch sein

Zugegeben: Eine Kutschenfahrt durch eine verschneite Winterlandschaft ist ein Klischee. Aber ein schönes. Und darf darum hier nicht fehlen. Die Seitentäler rund um Davos zählen zu den Klassikern für eine Kutschenfahrt. Tipp: Machen Sie eine Mondscheinkutschenfahrt ins Sertig- oder Dischmatal, eingewickelt in warme Decken und Felle, einen lieben Menschen an der Seite, die Glöckchen des Zaumzeugs in den Ohren und sonst ist nur der knirschende Schnee zu hören: Ruhe kann herrlich romantisch sein.

Eine Schlittenfahrt durch die verschneite Landschaft mag ein Klischee sein, aber definitiv ein schönes. Foto: Destination Davos Klosters / Marcel Giger

Übernachten

Von der Berghütte über die Luxusunterkunft bis hin zum Hard Rock Hotel: Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten in Davos ist vielseitig und bietet für jeden Geschmack und jedes Portemonnaie etwas.

Ob nun abgelegene Berghütte oder luxuriöses Kurhotel: In Davos gibt es eine grosse Auswahl an Unterkünften. Bild: Destination Davos Klosters / Marcel Giger

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit derDestination Davos Klosters.