Valle Onsernone
9 Jul, 2020

Das Valle Onsernone zog in den 1960er- und 1970er-Jahren Hippies an – und manche sind bis heute geblieben. Dank seiner Abgeschiedenheit gibt es in diesem Seitental des Centovalli noch viel Ruhe und unverdorbene Natur. Vor der industriellen Revolution waren die Einheimischen vor allem für die Herstellung von Strohhüten bekannt. Ab den 1930er-Jahren zogen Künstlerinnen und Schriftsteller hierher. Der bekannteste davon war Max Frisch, der zwanzig Jahre lang im Dorf Berzona lebte. Vom ehemaligen Thermalbad Bagni di Craveggia ist heute nur noch eine Ruine übrig, doch die Wälder an den steil zum Isornofluss abfallenden Hängen laden zu ausgiebigen Wanderungen ein. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Mühle von Loco wurde restauriert und mahlt seit 1991 wieder Mais zu Polenta. In diesem Tal scheint die Zeit stillzustehen.